• Alternative Geldanlage oder Spekulationsobjekt?

    In der heutigen Zeit hört man immer öfters von der Macht der Hedgefonds. Beinahe täglich prangern die Medien Hedgefonds als sogenannte Sündenböcke an. Dabei nützten diese gezielt die falschen Vorstellungen oder das Nichtwissen der Menschen über diese Materie aus.

    Doch was sind überhaupt Hedgefonds? Warum besitzen Hedgefonds für viele Personen etwas so mystisches? Wie liegen die Vor- und Nachteile eines Investments in Hedgefonds? Sind Hegefonds wirklich so gefährlich, wie dies oftmals durch die Medien verbreitet wird?

    Diese Homepage soll einem einen ersten Einblick in das Gebiet der Hedgefondsindustrie gewähren. Denn erst nachdem man selbst ein Grundverständnis von der Materie besitzt, kann man darüber urteilen.



  • Aufbau eines Hedgefonds

    Beim Aufbau und der Organisation können sich Hedgefonds individuell unterscheiden. Die meisten wählen jedoch die Rechtsform einer „Limited Partnership“. Eine „Limited Partnership“ ist im deutschsprachigen Raum mit einer Kommanditgesellschaft vergleichbar.

    Der unbeschränkt haftende Gesellschafter wird als Sponsor oder General Partner bezeichnet. Dabei handelt es sich jedoch meist um eine Aktiengesellschaft, wodurch die Stellung des unbeschränkt haftenden Gesellschafters wiederrum von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung übernommen wird.

    Die Kapitalgeber werden als Anleger oder Investoren bezeichnet. Sie nehmen den Part des Kommanditisten – beschränkt haftenden Gesellschafters – ein.

    Das Fondvermögen (Hedgefonds) befindet sich somit im Gesamtbesitz des unbeschränkt haftenden Gesellschafters und der Anleger.

     

    Administration:

    Unter Administration versteht man die Verwaltung des Fonds. Solch Aufgaben können die Buchführung, Preisermittlung, Risikoanalysen und Compliance oder bloß die Rücknahme von Fondanteilen sein. Je nach Hedgefonds können Teilbereiche ausgelagert oder direkt dem Aufgabengebiet des Fonds zugeordnet werden.

    Management:

    Die Aufgabe des Managements wird meist vom Sponsor wahrgenommen. Unter Management versteht man somit die Aufgabe des Sponsors das Fondsvermögen zu verwalten. Je nach Ausprägung kann das Management auch für bestimmte administrative Tätigkeiten verantwortlich sein.

    Primebroker:

    Hedgefonds nehmen meist große Investmentbanken als Primebroker. In Normalfall besitzt ein Hedgefonds mehrere Primebroker. Diese erbringen für ihn verschiedenste Dienstleistungen: Finanzierung und Abwicklung von Transaktionen, Research Aufgaben, Anlageberatungen, Berichterstellung uvm.

    Depotbank:

    Eine Depotbank wird benötigt um das Vermögen (Geld, Wertpapiere, andere Titel) des Hedgefonds zu verwahren. Als Depotbank gilt meist der Primebroker. Da jedoch kein Hedgefonds freiwillig einer Bank Einsicht in dessen Strategien geben wird, werden meist nicht nur mehrere Primebroker sondern auch mehrere Depotbanken in Anspruch genommen.